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Im Dezember 2001 fasste die Gemeinde den Aufstellungsbeschluss für die F-Plan-Änderung.. Hiervon ist das Gebiet angrenzend an die alte Schule und den Sportplatz betroffen. Geplant ist die Erweiterung des Kindergartens, die Schaffung der Jugendfreizeitfläche und die Schaffung eines Bolzplatzes, gleichzeitig wurde ein Lärmschutzgutachten veranlasst , das zur Freude aller zu keinen wesentlichen Einschränkungen der Planung führte. Im Februar bzw. März 2002 fasste die Gemeinde dann für die F-Plan-Änderung und die B-Plan-Aufstellung den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss. Im Januar 2002 ging die Beteiligung der Jugendlichen weiter. Da sich inzwischen die Zusammensetzung der Jugendlichen  verändert hatte und von den an der Zukunftswerkstatt beteiligten Jugendlichen nur wenige dabei waren,  wurde das Konzept der Jugendfreizeitfläche noch einmal überdacht und die Wünsche definiert. Die Jugendlichen wünschten sich den Ausbau in folgender Reihenfolge:

· eine Hütte (Clubhaus) – Nindorf-Treff

· ein Multifunktionsfeld als asphaltierte Fläche ca. 20 x 30 m

· einen kleinen Spielplatz

· eine Crossbahn

· einen Bolzplatz
 

 

Für die drei ersten Bausteine wurden die Ideen zur Ausgestaltung zusammengetragen. Herr Köhler wurde beauftragt, die Ideen der Jugendlichen in eine weitere Planung umzusetzen und Kosten zu ermitteln. Am 15. März 2002 wurde die Planung des Architekten den Jugendlichen vorgestellt und diskutiert. Dieses Konzept wurde von den Jugendlichen akzeptiert und soll so ab Sommer 2002 realisiert werden. Am 28. März 2002 haben die Jugendlichen den Plan auf der Gemeindevertreter-Sitzung vorgestellt.
 
Bei der Finanzierung kam der Gemeinde die LSE (Ländliche Struktur- und Entwicklungsanalyse) zugute, in der das „Spieleland Nindorf“ als vorgezogenes Leitprojekt ausgewählt und mit 40% Förderung aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein und der EU im Rahmen der Dorf- und ländlichen Regionalentwicklung unterstützt wurde. Die Kosten für Clubhaus, Multifunktionsfeld, Spielplatz, Entschärfung der Zufahrt zu dem Gelände und Nebenkosten wurden rund 200.000 Euro veranschlagt.Die Trägerschaft übernahm die Gemeinde Nindorf. Sie wird auch für die Unterhaltung des Gebäudes sorgen.


 
Um die weitere Begleitung der Jugendlichen zu fördern, die Projekte auch finanziell zu unterstützen und den Jugendausschuss zu entlasten wurde im Juni 2002 auf Anregung des Bürgermeisters ein Förderverein  gegründet. Unter seiner Leitung erfolgte die aktive Beteiligung beim Aufbau der Spielgeräte, Bepflanzung der Knicks, Bau der Hütte und den Außenanlagen. Vor der Ausschreibung von Baumaßnahmen wird mit den Jugendlichen abgestimmt, was selbst gemacht und was Fachleute übernehmen müssen. Auch wird immer wieder hinterfragt, ob das Projekt, die Spielgeräte, Farbe der Fenster etc. noch den Vorstellungen entspricht. Natürlich wurde auch der Name des Geländes und des Jugendtreffs von den Jugendlichen bestimmt, das Gelände wurde „Nindorfer Spieleland“ und der Jugendtreff auf den Namen „Crazy House“ getauft. Vom Spatenstich für das „Crazy House“ bis zur Einweihung der gesamten Anlage trafen sich dann an vielen Wochenenden und die Jugendlichen um das Projekt in vielen Einzelaktionen in die Tat umzusetzen. Tatkräftige Unterstützung erhielten sie dabei vom Förderverein und vielen Erwachsenen, sogar zwei Rentner (Tischler und Zimmermann) unterstützten die Jugendlichen beim Bau des Jugendtreffs, aber auch die Ortsansässigen Unternehmen unterstützten durch zum Teil kostenloses Bereitstellen von Maschinen, bzw. von Baumaterialien,  alle Veranstaltungen wurden  von der Gemeinde  und dem Jugendausschuss unterstützt, bei keiner Veranstaltung kam der Spaßfaktor zu kurz, oftmals wurde die Veranstaltung durch einen Grillabend, oder ein gemeinsames Essen oder Kaffeetrinken abgerundet.  Neben den „ teuren Objekten“ Jugendtreff; Multifeld, Spielplatz wurden durch einfache Mittel eine Bolzplatz, eine Crossbahn, ein Rodelhügel, eine Bosselbahn, ein Lagerfeuerplatz und ein Zeltplatz in Eigenleistung mit den Jugendlichen erschaffen.

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